GmbH gründen: Kosten

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Mit welchen Gründungskosten ist bei GmbH und UG zu rechnen?

 

Q-Found bietet die Gründung von GmbH und UG zum Komplettpreis an

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die Gründung von GmbH und UG radikal zu vereinfachen. Die Nennung von Komplettpreisen ist dabei Teil unseres Konzepts. Sie umfassen alle für eine solide Gründung erforderlichen Kosten (Beratung und Begleitung durch Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht) sowie die notwendigen Gründungskosten (Notar und Handelsregister). Denn 100%ige Kostentransparenz bedeutet Planungssicherheit.

Folgende Komplettpreise können wir anbieten, sofern die Stammeinlage per Einzahlung geleistet werden soll (Normalfall):

1.585 €*

UG/GmbH mit Gesellschaftsvertrag (Stammkapital in Höhe von 25.000 €)

785 €*

UG mit Musterprotokoll (Stammkapital bis 7.000 €)

* Die Preise verstehen sich zzgl. 19% USt. Bei Gründung mit Gesellschaftsvertrag kann für die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer jedoch in der Regel vollständige Erstattung vom Finanzamt verlangt werden.

Sie wollen es dennoch genauer wissen, was es kostet, eine GmbH zu gründen?

Gut. Gerne erklären wir, welche Kostenpositionen grundsätzlich anfallen:

Bei den Gründungskosten einer GmbH (oder UG) sind grundsätzlich die folgenden drei Kostenpositionen zu unterscheiden:

  1. Die Notarkosten,
  2. die Gebühren für die Eintragung in das Handelsregister und
  3. die Kosten für die Vorbereitung der Beurkundung (insbesondere für die Erstellung einer individuellen Satzung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt).

Die Kosten der GmbH-Gründung im Einzelnen

Zwei Kostenpositionen entstehen bei der GmbH-Gründung immer, nämlich die Gebühren für den Notar und für die Eintragung in das Handelsregister.

1. Notarkosten der GmbH-Gründung

Bei den Notarkosten hängt es zunächst davon ab, ob mit dem Musterprotokoll oder dem einem Gesellschaftsvertrag gegründet wird.

Wenn mit dem Gesellschaftsvertrag (auch Satzung genannt) gegründet wird, hängen die Kosten der GmbH-Gründung außerdem davon ab, ob es sich um eine Bargründung (Stammeinlage wird eingezahlt) oder eine Sachgründung (Stammeinlage wird durch Einbringung von werthaltigen Gegenständen oder Rechten erbracht) handelt. Hier können nur die Kosten der Bargründung betrachtet werden, weil die Notarkosten bei der Sachgründung u.a. davon abhängen, ob der Notar den Sachgründungsbericht erstellt. Im Ergebnis ist die Sachgründung regelmäßig deutlich teurer und aufwändiger als die Bargründung, selbst wenn die Notarkosten geringfügig geringer ausfallen können.

Weitere Notarkosten bei der GmbH-Gründung fallen an, wenn der Notar bei Gründung mit Gesellschaftsvertrag den Beschluss über die Bestellung des Geschäftsführers beurkundet und die Gesellschafterliste erstellt. Diese Unterlagen können zwar grundsätzlich auch selbst erstellt werden, allerdings ist dann fraglich, ob sie dann auch den Anforderungen des Registergerichts entsprechen. Eine gesonderte Beschäftigung eines Anwalts mit diesen Aufgaben rechnet sich im Ergebnis hingegen meist kaum, was Aufwand und Kosten angeht.

Keine Kostenersparnis durch Satzungen aus dem Internet

Grundsätzlich beurkundet der Notar die von den Gründern gewählte Satzung. Sofern Gründer keine eigene Satzung wählen, verwendet der Notar in aller Regel seine eigene "Mustersatzung", die geringfügig auf den Einzelfall angepasst wird. Es fallen für die Beurkundung dieselben Kosten an, egal ob eine angepasste Satzung aus dem Internet, eine anwaltlich erstellte Satzung oder die Mustersatzung des Notars bei der Gründung verwendet wird. Es werden also keine GmbH-Gründungskosten dadurch gespart, dass man den Gesellschaftsvertrag selbst erstellt und nicht den vom Notar erstellten beurkunden lässt.

Satzungen aus dem Internet sind nicht generell gut oder schlecht. Allerdings passen sie selten auf das eigene Gründungsvorhaben. Wenn sich die Gründer als juristische Laien an der Umformulierung von Satzungsregeln versuchen, ist die Gefahr allerdings groß, dass sie „verschlimmbessert“ werden, was sich im Ernstfall rächen kann.

Eine intensive Beschäftigung des Notars mit dem konkreten Gründungsvorhaben und der Konstellation der Gesellschafter ist auf der anderen Seite in der Regel nicht zu erwarten, wenn man den Notar mit der Erstellung der Satzung beauftragt. Außerdem kann es hierdurch auch zu Verzögerungen bei der Gründung kommen, weil der Entwurf der Satzung das Notariat zusätzliche Zeit kostet und deshalb nicht zeitnah beurkundet werden kann.

Rechtsanwälte mit dem Schwerpunkt im Gesellschaftsrecht entwerfen hingegen in der Regel die deutlich besseren und aktuelleren Gesellschaftsverträge als Notare. Das tun sie natürlich nicht kostenlos, aber die Investition ist schon deshalb nicht überflüssig, weil eine gute Satzung auch Lösungen für unvorhergesehene Geschehnisse parat hält und daher eine Form der Versicherung darstellt, die mit ihrer Qualität steht und fällt.

Notarkosten konkret (bei Bargründung):

Die Frage, was die Beurkundung der Gründung durch den Notar kostet, hängt also von einigen Faktoren ab. Ein noch nicht genannter Faktor ist auch die Höhe des Stammkapitals. Je höher das Stammkapital, desto höher auch die Notarkosten bei der GmbH-Gründung. Für die Bargründung einer GmbH mit Gesellschaftsvertrag und mit einem Stammkapital von 25.000 EUR (Mindeststammkapital) sollten die Gründer mit folgenden Notarkosten (netto, d.h. zzgl. 19% USt) rechnen:

  • GmbH oder UG mit individuellem Gesellschaftsvertrag (GmbH und UG): ca. 830 EUR (brutto, d.h. inkl. 19% USt) bzw. ca. 700 EUR (netto)
  • GmbH mit Musterprotokoll:
    • 2 - 3 Gesellschafter: ca. 525 EUR (inkl. 19% USt) bzw. ca. 440 EUR (netto)
    • 1 Gesellschafter: ca. 450 EUR (inkl. 19% USt) bzw. ca. 380 EUR (netto)
  • UG mit Musterprotokoll:
    • 2 - 3 Gesellschafter: ca. 240 EUR (inkl. 19% USt) bzw. ca. 200 EUR (netto)
    • 1 Gesellschafter ca. 160 EUR (inkl. 19% USt) bzw. ca. 135 EUR (netto)

Achtung: Die im Internet häufig beworbene Gründung mit dem Musterprokoll kann auch aus Kostengründen nur dann empfohlen werden, wenn ein einzelner Gründer eine UG gründet, deren Geschäftsführung er auch übernehmen möchte. Denn die auf den ersten Anschein etwas geringeren Kosten bei der Gründung mit dem Musterprotokoll kann die GmbH/UG nur bis zur Höhe von 300 EUR tragen. Darüber liegende Kosten haben die Gesellschafter zu tragen. Die Gesellschafter müssen also neben der Stammeinlage noch weitere Ausgaben tätigen. Anders als die UG bzw. GmbH können die Gesellschafter sich die hierauf entfallende Umsatzsteuer (19%) auch nicht vom Finanzamt erstatten lassen. Die Gründung mit dem Gesellschaftsvertrag lohnt sich daher in den allermeisten Fällen auch finanziell.

2. Kosten für das Handelsregister

Die Gebühr für die Eintragung in das Handelsregister beträgt bei Bargründungen derzeit 150 EUR (Sachgründung 240 EUR).

Eine Eintragung in andere Register wie das „Handels- und Gewerberegister“ ist nicht notwendig. Lassen Sie sich nicht von amtlich aussehenden Rechnungen täuschen, die auch Sie nach der Gründung mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten werden! Die sich oft auf mehrere hundert Euro belaufenden Rechnungen stammen von keiner offiziellen Stelle, sondern von dubiosen Anbietern, die die öffentlich einsehbaren Neueintragungen im Handelsregister auswerten und auf die Unerfahrenheit der Gründer setzen. Um die Kosten der GmbH-Gründung nicht durch unnötige Ausgaben in die Höhe zu treiben, fragen Sie im Zweifel einen Rechtsanwalt oder lesen Sie das Kleingedruckte. Dort steht meist sogar, dass es sich um privat geführte Register handelt, mit denen Sie natürlich keinen Vertrag über die Eintragung in ein nutzloses Register eingehen müssen.

Zwischensumme (1. + 2.):
  • GmbH oder UG mit individuellem Gesellschaftsvertrag (GmbH und UG): ca. 980 EUR (inkl. 19% USt) bzw. 850 EUR (netto)
  • GmbH mit Musterprotokoll:
    • 2 - 3 Gesellschafter: ca. 705 EUR (inkl. 19% USt) bzw. ca. 590 EUR (netto)
    • 1 Gesellschafter: ca. 630 EUR (inkl. 19% USt) bzw. 530 EUR (netto)
  • UG mit Musterprotokoll:
    • 2 - 3 Gesellschafter: ca. 415 EUR (inkl. 19% USt) bzw. ca. 350 EUR (netto)
    • 1 Gesellschafter ca. 340 EUR (inkl. 19% USt) bzw. 285 EUR (netto)
3. Kosten für die Vorbereitung der Beurkundung durch (Rechts-)Dienstleister

Gründer haben häufig viele Fragen. Die Kosten der rechtlichen Beratung und Vorbereitung des Notartermins für die Gründung sind eine Frage der Vereinbarung zwischen Gründern und (Rechts-)Beratern. Wichtig: Nicht-anwaltlichen Gründungsdienstleistern ist die Rechtsberatung von Gründern gesetzlich verboten. Sie können also eigentlich nur ganz generelle Auskünfte geben und Terminabsprachen treffen.

Gute Rechtsanwälte haben ihren Preis

Für eine Satzungsgestaltung verlangen Rechtsanwälte mit hohem Spezialisierungsgrad bei einer Bargründung in der Regel zwischen 750 und 2.000 EUR. Die genaue Höhe der Kosten ist eine Frage der Vereinbarung. Bei günstigeren Angeboten liegt normalerweise die Vermutung nahe, dass aus ökonomischen Gründen kein besonderer Aufwand bei der Erstellung sachgerechter Unterlagen betrieben werden kann. Unsere Erfahrung sagt: Die Erstellung des Gesellschaftsvertrags ist Vertrauenssache und der Berater sollte daher sorgfältig gewählt werden.

Q-Found ist eine Rechtsanwaltskanzlei, die ihren Schwerpunkt auf die Gründung von GmbH und UG gelegt und ihre Abläufe optimiert hat. Daher können wir trotz hoher fachlicher Qualifikation unserer Rechtsanwälte die oben genannten Komplettpreise anbieten. Somit sind die Kosten der GmbH-Gründung für Sie transparent und klar kalkulierbar.

Bei der Gestaltung von Gesellschaftsverträgen legen wir besonderen Wert darauf, die Eigenheiten der Gründung zu erfassen und vorhersehbare Entwicklungen bei der Gestaltung der Gründungsunterlagen zu berücksichtigen. Natürlich begleiten wir Sie auch durch den gesamten Gründungsprozess, organisieren einen Termin bei einem Notar in Ihrer Nähe und beantworten Ihnen sonstige Fragen rund um die Gründung.

Mehrwert von nicht-anwaltlichen Gründungsdienstleistern aus dem Internet fraglich

Der Gründungsservice von Dienstleistern aus dem Internet für die Vorbereitung der Gründung mit dem Musterprotokoll ist für ca. 200 EUR zu haben. Bei diesen Dienstleistern ist allerdings ihr Mehrwert fraglich. Denn sie dürfen nach dem Rechtsberatungsgesetz in aller Regel keine Rechtsberatung durchführen. Da eine anwaltliche Beratung nicht Teil des Gründungsservices dieser Dienstleister ist, dürfen sie also bspw. keine Aussagen zur richtigen Formulierung des Unternehmensgegenstands und der Zulässigkeit der gewählten Firma (Firma = Name des Unternehmens) machen. Erst recht dürfen keine individuellen Satzungen erstellt werden. Aus diesem Grund wird die Gründung mit dem Musterprotokoll als vom Gesetzgeber gewolltes Verfahren idealisiert, obwohl es für die meisten Gründungen alles andere als optimal ist. Die anwaltliche Beratung und und Begleitung durch den gesamten Gründungsprozess, die Q-Found bietet, kann durch nicht-anwaltliche Anbieter aus dem Internet also nicht ersetzt werden.

Endbetrag in der Summe:

  • Gründung mit vom spezialisierten Anwalt entworfenem individuellen Gesellschaftsvertrag (GmbH und UG): zwischen 1.900 EUR und 3400 EUR (inkl. 19% USt) bzw. 1.600 EUR und 2.850 EUR (netto)
  • Gründung mit Musterprotokoll: Sehr unterschiedlich, was Kosten und Leistung angeht.
Bei Gründung mit Gesellschaftsvertrag kann die UG/GmbH die eigenen Gründungskosten tragen!

Sofern mit Gesellschaftsvertrag gegründet wird und dieser richtig formuliert ist, kann die Gesellschaft ihre eigenen Gründungskosten tragen (GmbH in der Regel bis 2.500 EUR; bei UG bis 2.500 EUR, jedoch nur Kosten bis zur Höhe des Stammkapitals). Die Gründer müssen also nur ihre Stammeinlagen erbringen. Die Gesellschaft kann von diesem Geld dann bei richtiger Gestaltung die gesamten Gründungskosten tragen und sich in aller Regel auch die darauf entfallende Umsatzsteuer vom Finanzamt erstatten lassen. Q-Found wird hierauf achten und es bleibt damit also im Ergebnis bei dem oben angegebenen Netto-Komplettpreis für die Gründung. Diese Möglichkeit der Kostentragung durch die Gesellschaft besteht bei der Gründung mit dem Musterprotokoll nur sehr eingeschränkt, was ein Nachteil gegenüber der Gründung mit dem Gesellschaftsvertrag ist (Hier geht es zum Vergleich des Gründungsaufwands).

Welche Kosten entstehen sonst noch? - Gewerbeanmeldung und Anmeldung zum Finanzamt

Die behördlichen Kosten für die Gewerbeanmeldung belaufen sich auf 15 bis 50 EUR, je nach Gemeinde und Form der Anmeldung (manchmal ist die günstigere Online-Anmeldung möglich, z.B. in Berlin). Diese Kosten sind keine GmbH-Gründungskosten, sondern Teil der allgemeinen Regeln über die Ausübung eines Gewerbes.

Die gegründete GmbH muss sich steuerlich erfassen lassen und bei ihrer Anmeldung zum Finanzamt auch eine Eröffnungsbilanz vorlegen. Die Kosten hierfür sind eine Frage der Vereinbarung mit dem Steuerberater, der die Eröffnungsbilanz erstellt. Wie bei den Kosten für die Gewerbeanmeldung handelt es sich bei den Kosten des Steuerberaters um keine Gründungskosten, sondern um die Konsequenz der Gründung.